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Erstmals hat sich auch der Verein für Industriekultur am 2. Tag der Stadtgeschichte Leipzig beteiligt. In diesem Jahr ging es um das Kapitel Wirtschaftsgeschichte. Dieses, wie sich innerhalb der Tagung zeigte, vielfach noch nicht befriedigend erforschte Gebiet wurde unter dem griffigen Motto „Einmal Industrialisierung und wieder zurück? Leipzigs Wirtschaft vom 19. bis zum 21. Jahrhundert“ so umfassend wie beim heutigen Erkenntnisstand möglich dargestellt.
Zu diesem Thema war auf Empfehlung der IHK erstmals der Verein für Industriekultur Leipzig in die Programmgestaltung einbezogen worden. Das eröffnete dem drei Jahre alten Verein die Möglichkeit, eine Podiumsdiskussionen zu Aspekten der zeitgemäßen Nutzung historischer Industriebauten innerhalb eines Stadtgeschichtstages zu konzipieren und durchzuführen.
Thema „Chance Industriekultur: Architektonische und städtebauliche Bedeutung. Aspekte der Nachnutzung“ diskutierten unter der Moderation von Sigrid Zimmermann, Mitglied des Vorstandes des Vereins für Industriekultur Leipzig, Bürgermeister Martin zur Nedden, Dipl.-Ing. Jana Reichenbach-Behnisch, Gründerin und Geschäftsführerin des „Tapetenwerks“, des weiteren Dipl.-Ing. Bernd Sikora, freier Architekt und Autor des Buches „Industriekultur in Sachsen“, sowie Andreas Schmidt, Mitarbeiter der der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM).
Es konnten in den 90 Minuten Diskussion nicht alle mit dem Thema zusammenhängenden Fragen ausführlich erörtert werden. Schwerpunktmäßig darf als ein Ergebnis festgehalten werden, dass das große touristische Potenzial, welches in den Zeugnissen der Industriekultur steckt, in Leipzig quasi eine stadtplanerische Brache bildet. Überzeugende touristische Angebote werden in der Stadt nur von jungen Touristikunternehmen und Ehrenamtlern in Vereinen vorgehalten. Zum Beispiel engagiert sich auf diesem Gebiet auch ein auf dem tag der Stadtgeschichte offiziell gegründeter Arbeitskreis Technikgeschichte des VDI.
Heinrich Moritz Jähnig
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| Veronika Wehner und Sigrid Zimmermann (v.l.) vor dem Eintreffen der Veranstaltungsteilnehmer. Foto: VfIK |
Der Verein war auf Einladung der IHK Leipzig mit einem Informationsstand auf der Veranstaltung „wieweiterarbeiten – Arbeitsorte der Zukunft 2010/2011“ dabei. Diese Vortrags- und Diskussionsveranstaltung fand am 18.10.2011 im Leipziger GRASSI Museum statt. Durchgeführt wurde sie Rahmen der Netzwerkreihe der Bundesstiftung Baukultur gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig. Die Netzwerkreihe setzt sich für qualitätsvolles Bauen im Gewerbebereich ein.
Im GRASSI Museum war der Verein für Industriekultur Leipzig am 10.10.2009 gegründet worden.
Eine Ausstellung des Vereins für Industriekultur Leipzig e.V. mit Unterstützung von der Kulturstiftung Leipzig und Galerie M.
Vom 10.02. bis 31.03. präsentieren die Leipziger Künstler Harald Alff (Grafik/Malerei), Werner Fricke (Fotografie) und Maix Mayer (Fotografie) ihre spezifischen Wahrnehmungen zur Gewerbearchitektur in Leipzig und Halle - erweitert auch um einen Blick in einen anderen Kulturkreis.
Gegenstand der Betrachtungen sind Gewerbebauten der Gegenwart, der 70ziger Jahre sowie auch die hinterlassenen Industriebauten der Gründerjahre. Stellvertretend für den Berufsstand der Planer und Architekten stellen das Architekturbüro RKW Rhode, Kellermann, Wawrowsky - Architektur und Städtebau - Leipzig und der Architekt Hans- Dietrich Wellner (ehemaliges Mitglied des Planungsteam Leipzig-Grünau) mit Skizzen, Planungsentwürfen, Zeichnungen und Modellen den Prozesscharakter der Gestaltung von Gewerbebauten dar.
08.03.2011 | 18.00 - ca. 20.00 Uhr | Podiumsdiskussion
in der Alten Nikolaischule, Nikolaikirchhof , Leipzig, Aula
Thema: „ Architektonische Erwartungen an Gewerbebauten“
Podiumsteilnehmer:
Moderation: Dr. Wolfgang Hocquèl
Die Ausstellung täglich, außer montags und freitags, von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt frei.