Buchvorstellung & Diskussion: »Letzte Kohle. Andere Landschaften«
Über viele Jahrzehnte prägten Braunkohletagebaue den Leipziger Norden und Süden. Doch schon in absehbarer Zeit wird in ganz Deutschland die Epoche Braunkohlebergbau enden, werden die Bagger abgeschaltet und keine weiteren Dörfer mehr zerstört. Somit wird sich auch die Perspektive auf die beiden letzten Tagebaue im Leipziger Süden ändern. Letztmalig stellt sich die Frage, wie diese Bergbauareale in besondere Landschaften transformiert werden können und wie der Wasserhaushalt wieder in einen guten Zustand gebracht werden muss. Der in Leipzig lebende Autor und Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar entfaltet hierzu in seinem jüngst erschienen Buch „Letzte Kohle. Andere Landschaften“ verschiedene Perspektiven. Besonderes Augenmerk kommt dabei beispielsweise dem Revierpark Profen zu (nur dreißig Zugminuten von Leipzig entfernt), der bereits heute eine besondere Landschaft und an sich ein Zeugnis der Industriekultur darstellt.
Zum Autor Bertram Weisshaar, 1962 geboren, arbeitet seit den 1990er Jahren freiberuflich als Spaziergangsforscher und Autor. Ausgebildet als Fotograf und Landschaftsplaner nahm er schon viele Menschen mit auf von ihm gestaltete Spaziergänge oder mehrtägige Wanderungen. Das Gehen versteht er dabei als eine Methode: Wie keine andere Art der Fortbewegung führt das Gehen am dichtesten an die Welt heran. Insbesondere für die Zukunft der Tagebaulandschaften sieht er in dieser Methode einen zentralen Schlüssel.
Bertram Weisshaar erhielt zahlreiche Preise, Stipendien und Förderungen. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Stadt- und Landesplanung und im Fachverband Fußverkehr Deutschland.




