Vortrag „Wer rastet, rostet. Der graphische Maschinenbau in Leipzig"

Vortrag von Ernst-Peter Biesalski – in der Vortragsreihe „Perspektive Industriekultur"

Leipzig war bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts eine bedeutende Handelsstadt und Zentrum des deutschen Buchgewerbes, Leipzig war aber kein Industriestandort, da die Voraussetzungen dafür nicht eben günstig waren. Um die industrielle Entwicklung dennoch in Gang zu setzen, waren kapitalkräftige und fortschrittlich denkende Leipziger Kaufleute entscheidend. Diese finanzierten oder gründeten Fabriken, wurden ebenso zu den Initiatoren des Eisenbahnbaus oder schufen die Voraussetzungen für Industrieansiedlungen. Nach der Jahrhundertmitte kam es zu einem deutlichen Anstieg industriell produzierender Betriebe - die wiederum zunehmend Maschinen nachfragten. Der wichtigste Impuls zur Herausbildung einer spezialisierten Maschinenindustrie ging dabei von den Betrieben des graphischen Gewerbes aus. Bei der überragenden Bedeutung, die Verlage, Buchhandlungen, der Zwischenbuchhandel, Buchbindereien, Druckereien, Schriftgießereien usw.  für Leipzig hatten, nimmt es nicht Wunder, dass sich entsprechend auch ein spezialisierter und sehr leistungsfähiger Maschinenbau entwickelte. Unternehmen wie Karl Krause, die Gebrüder Brehmer oder auch Schelter und Giesecke erlangten in ihren Bereichen Weltgeltung und trugen Wesentliches zur Leipziger Industriekultur bei.

Der Vortrag wird auf die Entstehung und Entwicklung des graphischen Maschinenbaus in Leipzig eingehen und fokussiert die Zeit bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs, um die wesentlichen Entwicklungslinien herauszuarbeiten und Beispiele vorzustellen.

Zum Referenten Ernst-Peter Biesalski ist gelernter Buchbinder und hat an der Universität Mainz Buchwissenschaft studiert und promoviert. Nach einer Verlagstätigkeit erhielt er 1997 den Ruf als Professor für Buchhandel und Verlagswirtschaft an die HTWK Leipzig. Seit seiner Emeritierung im Jahr 2024 beschäftigt er sich wieder stärker mit historischen Themen, insbesondere im Bereich der Technikgeschichte.
 
Termin Dienstag, 3. März 2026, 18:00 – 20:00 Uhr
 
Veranstaltungsort HTWK Leipzig, Fakultät Ingenieurwissenschaften, Wiener-Bau, Wächterstraße 13, 04107 Leipzig
 
Eintritt frei.
 

Anmeldung: Bitte melden Sie sich über das Formular auf dieser Seite an.

Die Vortragsreihe „Perspektive Industriekultur" ist eine Kooperationsveranstaltung des Industriekultur Leipzig e.V. mit der HTWK Leipzig, Fakultät Ingenieurwissenschaften, und dem VDI-Bezirksverein Leipzig, AK Technikgeschichte.

Bilder: Gebäude der ehemaligen Maschinenfabrik Karl Krause in der Theodor-Neubauer-Straße, aktueller Zustand. (Foto: E-P Biesalski)
Katalog der Maschinenfabrik Karl Krause 1899 (Abb. drukwerkindemarge.org)

Änderungen des Programms vorbehalten.

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