Vortrag „Platte Ost/West. Wohnen und Bau in Großtafelbauweise"
Vortrag von Claudia Quiring – in der Vortragsreihe „Perspektive Industriekultur"
Das Bauen mit vorgefertigten Tafeln – heute allgemein Plattenbau genannt – hat nicht nur die DDR stark geprägt. Auch in Westdeutschland gab und gibt es zahlreiche Bauten dieser Art. Unzählige Wohnungen entstanden vor allem in den 1960er bis 1980er Jahren in dieser Bauweise. Doch warum baute man so? Was waren die Vorteile, was die Nachteile? Was machte das Wohnen in der Platte aus und warum ist das Image der Bauten so schlecht? Heute brauchen wir wieder dringend viele neue Wohnungen. Es wird auf modulares, serielles Bauen gesetzt. Hat die Platte also eine Zukunft?
Der Vortrag gibt aus kuratorischer Sicht Einblicke in die aktuell im Stadtmuseum Dresden zu sehende Ausstellung „Platte Ost/West. Wohnen und Bau in Großtafelbauweise“. Dort wird die Entwicklung im industriellen Wohnungsbau im ständigen Vergleich von ost- und westdeutschen Entwicklungen präsentiert und aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. Die Exponate reichen vom Ziegelbruchstein über Baukästen und Kuckucksuhren bis zum Videospiel Dresden Block Tetris. Zahlreiche Zeitzeugen geben Einblicke in das Angestrebte und real Mögliche.
Lehraufträge zur Architekturgeschichte und -fotografie an der Universität Bielefeld (2006-2009), Vertretungsprofessur für Architekturtheorie an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (WS 2014/15).
Seit 2016 Kustodin für Baugeschichte und Stadtentwicklung am Stadtmuseum Dresden, dort u.a. Ausstellungen zum Kulturpalast Dresden (2017), zur Dresdner Moderne (2019) und zu Heinrich Tessenow (2022). Aktuell zu sehen: „Platte Ost/West. Wohnen und Bauen in Großtafelbauweise“ (27.02.-29.11.2026), gemeinsam kuratiert mit Jonas Malzahn.
Anmeldung: Bitte melden Sie sich über das Formular auf dieser Seite an.
Die Vortragsreihe „Perspektive Industriekultur" ist eine Kooperationsveranstaltung des Industriekultur Leipzig e.V. mit der HTWK Leipzig, Fakultät Ingenieurwissenschaften, und dem VDI-Bezirksverein Leipzig, AK Technikgeschichte.
Bilder: © Stadtmuseum Dresden, Fotos: Philipp WL Günther.
Die Kuckucksuhren an der blauen Wand stammen von Guido Zimmermann.
Änderungen des Programms vorbehalten.




